Allgemeines FAQ


Hier finden Sie eine Auswahl der Fragen, die mich in den letzten Wochen und Monaten erreichten. Viellicht hilft Ihnen die ein oder andere Awort ja auch etwas weiter...


Da mich seit langem die Frage quält, ob das auf DVD aufgespielte Material in sogenannter Weave-Qualität immer zwingend aus Vollbildern besteht (was durch Flags gekennzeichnet ist) und BOB-Material aus Interlace-bzw. Halbbildern besteht, frage ich Sie hiermit : Ist das so ? Liege ich damit richtig ?

Eine "Bob-" und "Weave-Qualität" gibt in dieser Form nicht. Diese beiden Begriffe kennzeichnen nur, wie die Software den Sprung ins progressive Format schafft. Ob die Bilder auf der DVD tatsächlich physikalisch nun als Vollbild oder Halbbilder gespeichert sind, ist gar nicht so entscheidend, wie es auf den ersten Blick scheint. Wichtig dagegen ist, dass das Material entsprechend gekennzeichnet ist. Wenn das "Progressive Flag" gesetzt ist, kann die Playersoftware bedenkenlos den Weave-Algorithmus anwenden und so in jedem Fall zu perfekten Halbbildern kommen, indem Halbbilder Zeile um Zeilen "verwebt" werden. Nichts anderes macht übrigens ein guter Linedoubler im Filmmode. Wenn das Flag nicht gesetzt ist, handelt es sich wahrscheinlich um Material aus einer Kamera, d.h. die Halbbilder unterscheiden sich. Dann funktioniert nur der "Bob"-Modus, der viel schwieriger zu handhaben ist, weil er für perfekte Funktion Bewegungen im Bild erkennen müßte um diese mit unterschiedlichen Algorithmen ins Progressive zu transferieren. An dieser Stelle machen es sich die Programmierer der PC-Dekoder meist zu leicht, was zum gut sichtbaren Einbrüchen in der Bildqualität führt.


Ich habe verstanden das bei Vorlage "Film" der Film bei NTSC in 24 Bildern/Sec und bei PAL mit 25 Bildern/Sec verarbeitet wird. Auch dazu gab es heftifgste Diskusionen, weil einer die Meinung vertrat das bei PAL sowie bei NTSC immer 24 Bilder verwendet werden.
Beides stimmt auf seine Weise. Natürlich werden immer 24 Bilder verwendet, denn mehr ist ja nicht auf dem Film. Bei PAL werden die Bilder aber schneller nacheinander abgespielt, so dass sich mit 25 Bilder/sec. ergeben, aber auch eine kürzere Laufzeit. Die Gesamtzahl der Bilder (gegeben durch den Film) kann sich nicht ändern.


Ferner stellt sich für mich die Frage wie wird aus einem NTSC Disk mit 24 Vollbildern bzw. 48 Halbbildern eine PAL Umrechnung auf 25 Vollbildern bzw.50 Halbbildern durchgeführt. Wenn die NTSC Bilderflut 1:1 übernommen würde, dann kommt man nur auf 48Hz (24*2).
Wie beim Fim: 625/50-"PAL"-Disks spielen einfach schneller ab! Statt 24 werden 25 ausgegeben, also quasi eines von der "nächsten Sekunde" mit dazugenommen (aber nicht wiederholt!!). Daher ist die Filme auf 625/50-"PAL"-Discs auch kürzer.


Von der verdoppelten Filmfrequenz fehlen zwei Halbbilder her um auf 50Hz zu kommen. Welche zwei Halbbilder von den 48 werden dann zweimal gesendet ?
Wenn man allerdings NTSC Discs richtiggehend im Player normwandelt (was Sie offensichtlich meinen), muss ein Frame wiederholt werden, weil es nicht vorgesehen ist, dass der Player einfach (Quasi wie bei einer Schallplatte..) die Geschwingigkeit erhöhen kann. Welches Frame wiederholt wird, kann wohl der Hersteller des Normwandel-Gerätes sich selbst aussuchen. Unausweichlich ruckelts dann auch. Oder man gibt als PAL-60 aus, mit 3/2-Pulldown und NTSC-Struktur.


Da ich kein Meßequipment habe und auch keine entsprechenden Test-DVD's Grundeinstellungen schon sehr gut. Kontrast und Helligkeit können nach Ihren Angaben belassen werden. Wie ist es jedoch mit Farbe, Schärfe, Dynamik, Farbtemperatur, etc.
Die Grundeinstellungen hängen noch davon ab, wie Ihr Player den Schwarzpegel "formatiert". Bei PAL können stimmt meist alles, bei NTSC kann es je nach Player sein, dass Sie die Helligkeit auf ca. 35 zurüchnehmen müssen. In diesem Fall benutzt Ihr Player das sog. 7,5%-Schwarz (bei Pioneer kann man das mit der Einstellung "Cinema" provozieren). Weiter: Farbe - am besten an Hautfarben justieren, Schärfe - zurück auf 35 - Dynamik - aus, Farbteperatur - nieder. Noch besser wäre eine richtige Einmessung derselben, aber dazu braucht man einen Coloranalyser (15.000 Mark).


In einem Test der IMAGE Home Entertainment stand zu lesen, dass der Sony von ein bißchen Resthelligkeit im Projektionsraum profitieren würde, wegen seines eher mäßigen Schwarzpegels. Haben sie ähnliche Erfahrungen gemacht?
Damit heben Sie einen Fehler mit einem anderen auf. Man kann es tun, viel besser wird das Bild aber auch nicht.


Hatten Sie seit Ihrem Test die Möglichkeit, den Sony an einer anderen Quelle mit 'progressive Output' zu testen, z.B. PC-DVD-Kombination?
Ja. Wenn es "pro-scan" DVD-Player gibt, die auch für PAL funktionieren, dann wird das ein Segen für den 10HT. Thema PC: dort ist der 10HT nicht der richtige Partner, weil er dann fest auf 4:3 geklemmt ist (im PC-Modus)


Ist bei dieser Bildgröße (groß) die Anschaffung eines linedoublerfähigen Projektors notwendig? Oder reicht mir da schon ein Gerät aus der Baseband Kategorie? Der Preisunterschied ist schließlich nicht ganz ohne.
Kann man schwierig pauschal beantworten. Wenn Sie hauptsächlich PAL-Material gucken (also wenig oder kein NTSC), dann kann ein Baseband-Gerät schon eine Alternative sein. Die absolute Größe ist gar nicht so ausschlaggebend, eher das Verhältnis Bildhöhe zu Abstand, das bei Ihrer Lösung durchaus in Ordnung ist. Achten Sie unbedingt auf eine digitale Konvergenz. Allerding ist eine Lösung mit linedoublerfähigen Beamer eine bessere Invstition in die Zukunft, weil aufrüstbar. Letztendlich ist es auch ein Frage des Geldbeutels, weil letztere doch spürbar teurer sind - wie Sie richtig feststellen.


Mit Interesse laß ich den Artikel über den Spatz DVD-Player. Als ich den Infokasten über den Spatz Pro-DVD laß beschloß ich mir sofort das Freeware-Programm "YXY" unter der von Ihnen angegebenen Web-Adresse herunterzuladen.
Sorry - Druckfehlerteufel schlug zu. versuchen Sie's unter:
http://users.erols.com/jimferguson/yxy.htm


Bei meinem Sony-Projektor kommt ein grünlicher, ca. 4cm breiter Fleck auf meiner Leinwand vor. Man sieht ihn bei dunklen Passagen oder wenn ich auf pic-mute stelle. Wenn ich das Bild unscharf stelle, gibt es einen Brennpunkt, d.h. der grünliche Fleck konzentriert sich und beginnt zu leuchten. Es sind dann weitere grün leuchtende Punkte auszumachen. Was ist das und wie kann ich das beheben?
Ich glaube Pixelfehler sind es nicht, denn die sehen anders aus. Das hört sich ganz nach Schmutzpartikeln in der optischen Einheit an. Die sind in einer anderen Ebene als das Bild und werden bei geeigneter Fokussierung sichtbar. Da hilft nur eine Reinigung des Gerätes. Erkundigen Sie sich bitte bei Sony (habe ich keine Infos zu), ob eine Reinigung in Eigenarbeit machbar ist, oder ob Sie das Gerät dazu einschicken müssen.


In eurer 5/99 Ausgabe (gemeint ist die AudioVision) testet Ihr u.a. auf Seite 39 bis 42 den RCF 6200 LD Projektor. Der deutsche Vertrieb behauptet, dass sich angeblich kein Computer DVD-ROM (für Video DVD's) damit betreiben lässt. Dies wäre aufgrund des nicht abschaltbaren Linedoublers nicht möglich. Da ich aber hauptsächlich DVD's mit Progressive-Scan Bildern sehen möchte, bitte ich Sie mir zu sagen, ob dies Ihrer Meinung nach möglich ist. Die Röhren direkt ansteuert und ab 30 KHz Horizontalfrequenz arbeitet. Ist dies nicht die Voraussetzung für ein Computer DVD Bild? Macht es überhaupt Sinn den RCF mit Vollbildern zu füttern.Ich könnte einen gebrauchten D50 für etwas mehr Geld bekommen lohnt sich der Aufpreis?
Sie haben völlig recht. Der 6200 ist selbstverständlich für den PC-Anschluss geeignet. Im Gegenteil: der RGB-Eingang des 6200 arbeitet erst über 30kHz, daher ist es unmöglich, dort RGB aus einem "normalen" DVD-Player zu verwenden. Der interne Linedoubler wird bei RGB-Anschluss umgangen, was bedeutet, dass am RGB-Port des RCF nur externe Scaler oder eben einen PC nutzbar sind. Ein PC kann Vorteile bringen, weil der interne Doubler (der im übrigen ganz brauchbar arbeitet!) keinen echten Filmmode besitzt. Der D50HTM bringt im Vergleich zum RCF mehr Licht und mehr Schärfe, was seinen höheren Preis rechtfertigt. Allerdings ist der Ventilator des RCF deutlich leiser!


Ich habe mir aus den USA den von euch erwähnten 6.1 Decoder von Smart Devices, den CS-3X Jr. bestellt. Den kann ich auch wunderbar per Vorverstärkerausgang an meinen Sony STR DA 50 ES anschliessen, habe aber das Problem daß ich das Signal, das dann aus dem 6.1 Decoder kommt, nicht wieder zurück in die Endstufen des Receivers bringe!!
Dieses Problem dürfte bei der Mehrzahl der AV-Receiver und -Vollverstärker auftreten, weil die Surroundkanäle in der Mehrzahl der Fälle nicht "auftrennbar" gestaltet wurden. Es gibt keine Möglichkeit, mit den dekodierten SL und SR Kanälen die eingebauten Endstufen zu benutzen. Zudem brauchen Sie nun (mindestens) eine Endstufe mehr. Es bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als eine externe Endstufen zu verwenden. Daher bietet übrigens ada ein 6.1-Set mit 3-Kanal Endstufe an!


Wenn ich ihn per LS- Kabel anschließe (SurroundLS- Klemmen aus dem Receiver zu den LS- Inputs am Decoder), dann wären sie zwar schon verstärkt (oder?), aber der Smart hat nur Chinchausgänge dann komme ich nicht mehr zu den LS!!!
Die LS-Eingänge dürften nur ein Notbehelf für AV-Verstärker sein, denen ein Vorverstärkerausgang fehlt. Eine Verstärkung bietet der CS-3jr meines Wissens nicht.


Im letzten Absatz erwähnten Sonopress DVD. Ich habe die Möglichkeit, diese DVD für DM 50,- zu bekommen. Lohnt das?
Ist mehr ein Sammlerstück, das einige hauptsächlich für Testzwecke interessante Muster hat (farbiger Multiburst), die aber praktisch selten zu verwenden sind (außer Sie testen Projektoren, wie ich...). Mit allen anderen Belangen Sie bei den anderen Test-DVDs besser aufgehoben. Ein paar Audiosignale und ein Filmchen über DVD-Produktion, plus eine Klassikaufnahme sind noch drauf.


Bedeutet Trapezkorrektur bei diesem Gerärt "nur", dass das Gerät ober und unterhalb der Leinwand stehen kann oder kann es auch ausgleichen, wenn es in etwa an der Leinwandoberkannte, aber seitlich (ca 1 Meter wäre das bei mir) versetzt aufgestellt ist.
Nur ober- bzw. unterhalb. Seitlich geht nur bei wenigen Röhrengeräten, da aber auch nur ganz begrenzt. Von Sony gab es mal den 351 (ziemlich altes VGA-Modell), der konnte seitlich versetzen, Der 10HT jedoch NICHT.


Wissen Sie etwas über einen Nachfolgetyp mit der Endung 20 HT? Und wenn ja, welche anderen Eigenschaften dieser Projektor haben soll. Ich habe so etwas von einem Händler gehört.
Dann weiß der womöglich mehr als Sony. Natürlich arbeitet man bei Sony, Japan mit großer Wahrscheinlichkeit an einem Nachfolger. Aber das wird ein ganz hübsches Weilchen dauern, fürchte ich. Immerhin haben wir 3 Jahre auf den 10HT gewartet...


Mir wurde ganz anders, als ich von der Unfähigkeit der 16:9 Darstellung im "Computermodus" las... (gemeint ist Sony VW10HT)
Scheint aber nach bisherigem Wissensstand Tatsache zu sein. Meine Versuche endeten mit diesem Ergebis, Sony konnte mir bisher auch keine andere Methode nennen.


VW10HT --> Es hilft auch nicht, eine passende Desktopauflösung einzustellen, die der exakten Panel-Size (also 1:1 Abbildung) entspricht. Wenn ich richtig verstanden habe, dann geht das selbst mit dem von dir beschriebenen Trick nicht ?!?
Nein, das geht nicht. Wenn man eine DTV-Auflösung (also zB. 1280x720p) ausgeben kann, dann gibt der 10HT die Formatwahl frei. Sonst bleibt es bei 4:3.


.. mit einem leistungsstarken PC eine skalierte DVD-Ausgabe erreichen (z.B. PowerDVD). Wie würdest du diese Möglichkeit nach deinen Tests beurteilen?
Derzeit schlecht, solange Sony nicht nachbessert. Oder über den DTV-Trick. Allerdings skaliert Power-DVD (2.0!) zuweilen ziemlich gruselig, vielleicht ist die neue Version ja besser.


Könnte so eine Lösung besser skalieren, als das die Linedoubler/Scaler im VW10 können. Wie denkst du darüber?
Skalieren kann der 10HT gut. Nur das De-Interlacing ("Linedoubling") ist nicht "State-of-the-Art".


Ich habe noch kein Bild eines Röhrenprojektors betrachtet, auch von den Leistungen eines Faroudja konnte ich mich noch nicht überzeugen. Wie sind deiner Meinung nach die Ergebnisse der beschriebenen PC Lösung im Vergleich zum den Fähigkeiten des VW10 und der Faroudja-Kombination. Eine kurze Begründung wäre prima.

Schwer zu sagen, weil's eben bisher nicht funktioniert! Theoretisch gut, aber das Limit LCD-Projektion mit begrenztem Kontast (Schwarzwert) ist nicht zu umgehen. Wie ich im FAQ geschrieben habe: 90% erreichbar, die restlichen 10 gibt's nur für sehr viel Geld. Was das progressive Bild betrifft, ist der PC dem Faroudja fast ebenbürtig, nur die speziellen "Enhancement" Funktionen der Faroudja-Scaler sind schon ziemlich gut, so dass PCs Schwierigkeiten haben, da gleichzuziehen.


Ich selber liebäugle mit dem VW10 (neuste Technik) von Sony. Einige Händler möchten mir, aber des "besseren Bildes" wegen, eher einen DLP-Projektor verkaufen.
Nun ja, da hat ihr Händer recht und unrecht zugleich. Besser am DLP-Bild ist nur der höhere Kontrast, was in einem besseren Schwarzpegel endet (ca. die Hälfte von LCD). Auf der anderen Seite ist der 10HT auch bretibild optimiert und nutzt seine Hardware bei Filmwiedergabe viel effektiver. Das gilt sowohl für das Licht als auch für die Auflösung. (beachten sie: der C-One hat nur SVGA und kann anamorphes PAL nicht in der vollen Auflösung darstellen!) Dann wäre da noch das Lärmproblem... Letztendlich müssen Sie selbst abwägen, welchen Kompromiss sie eingehen wollen. Ohne Kompromiss geht es bei LCD/DLP zur Zeit nicht ab - leider!


Wie schauts mit dem Schwarzwert des VW10 im Gegensatz zum Vorgänger W400 aus ? Falls es eine Verbesserung geben sollte werde ich den VW10 in die engere Wahl nehmen. Ist der Unterschied allerdings nur marginal, werde ich mich wahrscheinlich für einen Röhrenprojektor entscheiden.
Tja, da habe ich ein Problem: den letzten W400 hatte ich vor drei Jahren bei mir zum Test. Die Messmaschinerie war damals längst noch nicht so ausgefeilt wie heute, so dass ich ihnen diese Frage nicht nachvollziehbar beantworten kann. Da der W400 aber insgesamt weniger Licht lieferte, könnte sein absoluter Schwarzwert schon in der Nähe des 10HT liegen. Nach meinem Gefühl würde ich sagen, der 10HT liefert unten herum das besser durchgezeichnete Bild,Probleme mit Schwarz haben aber beide. Wenn Sie das stört (mich würde es), kommen Sie um eine (teure!) Röhre kaum herum.


Noch eine Frage betreffend die Trapezkorrektur. Ich habe vor, den Sony so aufzustellen, dass das Objektiv sich nicht in der Mittel der Leinwand befindet, sondern seitlich davon versetzt. Können die daraus resultierenden Verzerrungen ebenfalls korrigiert werden ?
Seitlich ist keine gute Idee! Die dabei auftretenden Verzerrungen kann der 10HT nicht korrigieren. Es ist ausschließlich oben und unten vorgesehen. In diesem Fall müssen Sie mit Verzeichnungen leben...


Pogressive-Scan Umbau für den Sony DVP-S7700 DVD-Player. Lohnt sich so ein Umbau, wenn man den DVD-Player an einem Sony VPL-VW10HT anschließen möchte?
Solange er sich wie ein Linedoubler verhält - ja. Wenn der Umbau allerdings PC-Aufösungen wie 800x600 oder XGA (1024x768) liefert (ich habe den Umbau noch nicht getestet) dann haben Sie ein mächtiges Problem. Alles was von einem PC kommt, stellt der 10HT nur als 4:3-Bild dar! Wenn der Umbau wie ein Doubler wirkt und 480p bzw. 576p erzeugt, dann klappt es. Also bei Cinematrix mal kräftig nachfragen.


Ich weiss noch nicht, ob ich mit den VPL-VW10HT zulegen soll. Bis jetzt nutze ich einen Sharp XV-380H Projektor. Kann man diese beiden Projektoren vergleichen? Ist der Schwarzpegel beim VPL-VW10HT besser?
Sorry, den 380H habe ich nicht mehr so gut in Erinnerung, ist schon zu lange her. Damals war meine Meßtechnik noch nicht so ausgefeilt, dass ich Ihnen den Unterschied im Schwarzwert nennen könnte. Aber vom Gesamteindruck ist der 10HT jeden bisherigen LCD-Beamer -und damit auch den 380H mit VGA-Auflösung - haushoch überlegen.


In Ihrer "FAQ zum Sony VPL-VW10HT" steht folgendes: "An waagerechten und schrägen Kanten zeigen sich aber deutliche Doublingartefakte." Können Sie mir diesen Satz erklären? Was sind Doublingartefakte?
Wollen Sie das wirklich wissen? Wenn Sie's einmal gesehen haben, werden Sie's nie mehr los werden, auch bei Ihrem Sharp nicht. Also denn, auf Ihre Gefahr ;-) Ein Doubler beseitigt den Zeilensprung aus dem Videobild, was ihn zuweilen vor unlösbare Aufgaben stellt. Treten zum Beispiel bewegte schräge Kanten im Bild auf (wie eben die Flügel des Flugzeuges in 6Tage7N) sehen Sie getreppte Kanten, weil der Doubler die fehlenden Zeilen im Halbbild einfach schätzt. Nur gute Doubler, die den Filmmodus erkennen, können das besser, indem sie die Halbilder dann einfach zusammenfügen (was wiederum im Kameramodus schief ginge). Ein ähnlicher Fall tritt ein, wenn bewegte waagerechte Kanten auftreten. Die sind in einem Halbild vorhanden, im anderen nicht. Kommt auf den Doubler an, was der draus macht. Beim 10HT treten dann unruhige Effekte an solchen Kanten auf.


Es sollte doch möglich sein mittels einer tauglichen Grafikkarte (MatroxG400 oder GeForce256) und dem Powerstrip- Kontrollfeld diese Auflösung einzustellen und am vw10 in einer der frei belegbaren Speicherbänke abzulegen.
Jaja, da kann man bestimmt hinkriegen. Aber der 10HT schaltet dann in den PC-Modus, was bei ihm 4:3 und nichts anderes heißt! Außerhalb XGA (gleich 4:3)geht dann nichts mehr. Einziger Weg, den ich sehe: sie simulieren eine DTV-Auflösung wie 1280x720 (gleich 720p). Die erkennt der 10HT nicht als PC, sondern als HDTV-Auflösung und läßt 16:9 zu. Ich habe das mit einer Erazor III und mit Custom-Auflösung 720 mal 576 / 50Hz ausprobiert, das gingt fast (oberer Rand nicht sichtbar). Ein wenig Optimierung, und es hätte wohl vollständig funktioniert, aber dazu fehlte mir die Zeit. Wenn Sie 1280x720 hinkriegen, könnte der Trick klappen. Aber die 1366x768 lassen sich meiner bisherigen Erkenntnis nicht direkt ansteuern. vielleicht irgendwie per Modifikation im Service-Mode, aber das habe ich in der Kürze der Zeit nicht versuchen können.


Ich habe bei meinem DLP-Projektor (von Plus) störende, flackernde Farben, zunächst nur bei Untertiteln und dann auch bei schnellen Bewegung meiner Augen (rechts/links) wahrscheinlich aufgrund der von mir etwas überdimensieonierten Leinwand (3m breit/bei ca. 5m Abstand der Sitzposition).
Ich kann Ihnen auch sagen, woher das kommt: der Plus verwendet das "1-Chip"-Prinzip, bei dem alle drei Grundfarben nacheinander projeziert werden. Besonders bei Kopfbewegungen - manchmal reicht aber auch nur Blinzeln - nimmt das Auge diesen Trick wahr. Ich sehe es besonders bei dunklen Szenen mit einigen hellen Lichtern z.B. Straßenlaternen. Aber auch Untertitel sind natürlich gut geeignet dafür. Am schlimmsten ist PAL mit 50Hz, etwas besser ist es bei NTSC, weil die 60Hz den Effekt etwas eindämmen.


...seit dem kann ich kaum noch einen Film ansehen ohne ständig zwischendurch durch schnelles rechts/links blicken zu testen ob der Projektor...
So ist das mit Artefakten im Videobild. Einmal gesehen, immer gesehen. Warten Sie erstmal, wenn Sie herausgefunden haben, welche Artefakte ein schlechter Doubler verursacht :-)


Die Farbharmonie des VW10 schien mir immer schlechter als der RCF zu sein, besonders bei dunkleren Filmpassagen. An diesem Tag beschloß ich mich fortan nur noch über die Anschaffung eines Röhrenprojektors Gedanken zu machen.
Für einen LCD-Projektor ist die Farbwiedergabe des 10HT sehr gut. Ich habe in dieser Richtung noch nie einen besseren gesehen. Aber mit Röhren kann er immer noch nicht konkurrieren – leider!


Seleco500 Plus im Vergleich mit einem aktuellen Toshiba anzusehen. Auch hier hatte ich den Eindruck, daß ein Röhrenprojektor grundsätzlich harmonischere Bilder liefert, mal ganz abgesehen vom Schwarzpegel.
Das sehe ich auch so. Schärfe ungefähr gleich, Toshiba heller, aber das Bild des 500 ist viel verträglicher. Sie sollten den 500plus erst mal mit einem guten Doubler sehen. Ist ein wirklich guter Projektor.


Als ich schließlich noch die Gelegenheit hatte einen SELECO 800 zu sehen schien der eingebaute Linedoubler (angeblich identisch mit dem des Seleco 500plus) zu sein.
Richtig, der Doubler des 800 ist eigentlich eine Spur zu einfach für den Projektor.


Ich glaubte der Seleco 800 wäre aufgrund seiner HDTV-fähigeit zukunftssicher und bei abgeschaltetem Linedoubler mit PC-DVD wiedergabe nahezu unschlagbar im Preisbereich von unter 30.000 DM.
Naja, unschlagbar ist er nicht. Mit einem Sony D50 oder einem Barco 708 (nun Cine 7) liegen Sie etwa auf gleicher Ebene. Der Doubler des D50 ist sogar durchaus brauchbar. Aber der Seleco scannt etwas weiter, hat die besseren Optiken und ist etwas heller.


Ist Ihr geringfügiges "besser" im FAQ für den Seleco den Preis wert?
Leider: Ein doppelt so teurer Projektor macht leider kein doppelt so gutes Bild. Wenn der Sony vielleicht 90% der maximalen Bildqualität schafft, sind es mit 800 plus einem tollen Doubler vielleicht 97-98% - zum dreifachen Preis. Wie wägen Sie das ab? Ich finde, wer den Sony für 14.000 Mark erwirbt, hat für diesen Preis ein sehr gutes Bild gekauft, das er anderweitig kaum bekommt. Wer mehr ausgibt, kann mehr Bild bekommen, aber riesen Sprünge sind da nicht mehr drin. Wenn Sie jedoch (wie mich) das unvollkommene Schwarz des 10HT stört, müssen Sie eben in eine Röhre investieren. Statt des teuren Doublers können Sie natürlich auch einen PC verwenden - weniger Komfort, aber mit richtiger (!) Hardware ähnliche Leistungen. Allerdings gibt es auch vielerlei Probleme mit PCs. Tipp: Karten mit MPact-Prozessoren funktionieren gut, bei Softwaredekodern kann die CPU nicht groß genug sein, plus oftmals Problem mit DD5.1 und DTS.


Sollte ich den geringeren Schwarzpegel des Toshiba MT-1 gegenüber dem VW10 als Kaufkriterium heranziehen?
Das ist etwas trügerisch. Ob nun der Schwarzpegel bei drei Komma irgendwas oder 5,8 liegt, ist zweitrangig: es ist in beiden Fällen zuviel. Der MT-1 hat zweifelsohne auch sein Qualitäten und man kann gut damit auskommen. Fakt ist aber nun mal, dass der Sony mit auf Breitbild optimierten Panels dem Format des Kinos deutlich näher kommt und damit für Filmfreunde unendlich wertvoller wird. Jetzt müssen Sie Ihre Anwägung selbst treffen: wollen Sie rund 4000 Mark sparen, dann ist der MT-1 die Entscheidung der Stunde. Mehr Kino liefert völlig ohne Zweifel der 10HT.


Mit Interesse habe ich den Bericht über den Sony gelesen. Eine Frage interessiert mich, wie stellt der Sony ein normales analoges/ digitales Fernsehbild dar.
Ich habe den 10HT auch einen Abend zum einfachen "Fernsehen" hergenommen. Quelle war dabei ein Galaxis DVB-Receiver angeschlossen via S-Video. Der 10HT schlägt sich in dieser Disziplin deutlich besser als viele seiner Artgenossen, aber so richtig Spaß kommt doch nicht dabei auf (was womöglich auch am Fernsehprogramm liegt...). In unserem Haushalt herrschte jedoch nach diesem Abend die völlig Übereinstimmung, dass der Toshiba Rückpro, der sonst zum Fernsehen dient, das deutlich bessere Bild abliefert. Das liegt weder am Schwarzwert (im Wohnzimmer war Restlicht an, welches das Schwarz mehr verfälscht als der Projektor selbst) noch am Linedoubler, der für PAL-Kameramaterial durchaus akzeptabel arbeitet - der berühmte rollende "ntv"-Balken ist jedenfalls gut lesbar. Irgendwie wirkte der 10HT aber beim Fernsehabend sehr "digital", was daran liegen mag, dass die im Vergleich zur DVD oft mit mehr Kodierungsartefakten behaftete Bildqualität der digitalen Sat-Programme (jedenfalls was die "kleineren" Sender betrifft) sich mit der digitalen Bearbeitung im Scanconverter des 10HT addiert. Wenn man jedoch auf ein Programm mit höherer Datenrate schaltet, steigt das Bildvergnügen deutlich an.