2. Februar 2004: 38. Superbowl in HDTV


Nahezu unbemerkt gab es in der Nacht vom 1. zu 2. Februar eine erstaunliche Premiere in der deutschen Fernsehlandschaft: die erste HDTV Ausstrahlung eines deutschen Senders (1). Pay TV "Premiere" schickte eine hochauflösende Liveübertragung des größten amerikanischen Sportereignisses über einen eigens eingerichteten Transponder der Astra Satellitengruppe.

Das Format wurde weitgehend vom amerikanischen Fernsehen übernommen, daher wurde kurzerhand die US-Variante des Hochzeilenfensehens mit 1080 Zeilen im Zeilensprungverfahren mit 60 Hertz Bildwechselfreqeunz übertragen. Dafür wiederum war der einzige momentan verfügbare Stand-alone Empfänger, der Zinwell ZX-410HD nicht fit. Erst mit einem am Samstag veröffentlichten Firmware-Update beherrschte dieses Gerät die 60Hz-Varianten, ohne die die Übertragung von Premiere nur mit ruckeligen Bildern - wenn überhaupt - möglich gewesen wäre. Mit Update gab es perfekte, hochauflösende Bilder ohne jede Bewegungsstörungen zu sehen.

Unten ein paar Aufnahmen direkt von der Leinwand, die natürlich die Detailfülle nur beschränkt zeigen können. Ganz unten zwei Bildausschnitte, die einen Vergleich von Standard- und HD Qualität erlauben. Beide zeigen ähnliche Situationen, einmal von der HD-Leinwand fotografiert, das andere Mal von einem Rückpro mit Standardauflösung (per RGB an dbox angeschlossen), auf dem das Spiel zeitgleich lief. Premiere verzichtete übrigens sogar im normalen Programm auf die Verschlüsselung des Superbowl-Spieles.

(1) Euro 1080 sendet natürlich schon länger - aus Belgien.

Peter Finzel

(c) pfp 2004


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